
Ein einzigartiges Naturexperiment im Weinberg und ein visionäres Inklusionsprojekt der Mainfränkischen Werkstätten finden zusammen. Der fränkische Winzer Harald Wörner Dipl. Ing. FH (Oenologie) überlässt seine Reben weitgehend sich selbst, verschenkt die Ernte und macht die Weinlese zum Auftakt für ein neues, spendenbasiertes Streichelzoo-Projekt im Tierpark Sommerhausen.
Naturexperiment in Oberschwarzach / Landkreis Schweinfurt / Franken / Bayern
Das Wetter hat der Natur in diesem Jahr einiges abverlangt. Nach einer guten Frühjahrsfeuchtigkeit, einem optimalen Fruchtansatz ohne Frostschäden und einer bilderbuchhaften Blüte folgte ein extrem langer, heißer und trockener Sommer mit sehr wenig Niederschlag. Während viele Winzer und Landwirte bangten, geschah auf den Flächen von Winzer Harald Wörner etwas Außergewöhnliches.
Harald Wörner, der seit vielen Jahren Weinbau im Einklang mit der Natur betreibt, wagte im Frühjahr ein besonderes Experiment. Nach dem Rebschnitt überließ er seine tiefwurzelnden Weinberge weitgehend sich selbst. Kein Heften der Triebe, kein Entblättern, kein Pflanzenschutz. Die Natur sollte ihren eigenen Weg finden. Seitdem beobachtet der Winzer die Entwicklung seiner Reben mit großer Aufmerksamkeit: „Meine Arbeit bestand in diesem Jahr vor allem darin, die Natur zu beobachten und den Weinberg bewusst wahrnehmend zu unterstützen. Jede Pflanze erfüllt an ihrem Standort eine besondere Aufgabe. In Symbiose mit anderen Pflanzen und den Weinreben sorgte der monatelange Wildwuchs für ein ganz spezielles Mikroklima, welches das Heranreifen von gesunden Trauben ermöglichte. Wie ein kleines Wunder. “
Das Ergebnis sind kräftige, gesunde Trauben mit hohem Nährwert Lebensenergie (mehr dazu in seinem Gesundheitsratgeber „Nährwert Lebensenergie für ein gesundes Sein“) und ein Weinberg, der sich in seiner ganzen Natürlichkeit präsentieren kann. Für Wörner ein Geschenk der Natur, an dem er alle teilhaben lassen möchte.
Experiment statt pauschaler Kritik
Als gelerntem Önologen ist Harald Wörner dabei eine Klarstellung gegenüber seinen Berufskollegen zutiefst wichtig: Sein Verzicht auf Pflanzenschutzmaßnahmen in diesem Jahr ist ein rein persönliches Naturexperiment in einem intakten Ökosystem. Es soll keinesfalls die unverzichtbare, harte Arbeit anderer Winzer schmälern. „Der Pflanzenschutz hat im Weinbau seine absolute wissenschaftliche und wirtschaftliche Berechtigung, um Ernten und Existenzen zu sichern“, betont Wörner ausdrücklich. „Dass meine Reben in diesem speziellen Jahr so prächtig gedeihen, ist für mich wie ein Geschenk der Natur – kein allgemeingültiges Rezept für den Erwerbsanbau.“
Hintergrund – warum die Weinernte verschenken?
Harald Wörner hat lange darüber nachgedacht, ob er das Experiment, die Natur sich bedingt selbst zu überlassen, wagen möchte. Letztlich gaben gesundheitliche Gründe den entscheidenden Impuls, es zu wagen. Die Chance, dass es gelingt, war gering, jedoch möglich. Daher jetzt diese große Geste des Danks an die Natur.
Das bewusste Überlassen von Früchten an die Natur und Mutter Erde ist in spirituellen und schamanischen Kulturen weltweit bekannt. Es gilt das Teilen der Ernte mit dem Boden als „Ayni“ (kosmischer Energieausgleich) – ein Akt höchster Demut und des Erntedanks, um der Erde die verbrauchte Lebensenergie direkt wieder zurückzugeben und das Ökosystem zu speisen, welches insbesondere in diesem Jahr wetterbedingt sehr großen Belastungen ausgesetzt ist.
Trauben als Geschenk an Menschen, Tiere, Pflanzen
Alle Pflanzen, Tiere und Menschen sind Teil der Natur und mögen an diesem Geschenk teilhaben. Eingeladen sind alle, die die Natur mit ihrer hohen Energie im Weinberg persönlich erleben und sich die roten, süßen Trauben der Sorte Domina für den privaten Gebrauch mitnehmen möchten – ob zum Naschen direkt vom Rebstock, für Traubensaft oder zum Gelee-Einkochen.
Doppelt so viel, wie man für sich selbst abschneidet, möge jeder für die Natur abschneiden und achtsam auf den Boden legen. Hiervon werden später viele Tiere profitieren. Ein Ritual der Wertschätzung, Liebe und Dankbarkeit.
Inklusion sichtbar machen. Begegnung, Teilhabe und Natur erleben – Kooperation mit den Mainfränkischen Werkstätten
Bei diesem besonderen „Weinlese-Erlebnis“ werden auch Menschen mit Behinderung aus den Mainfränkischen Werkstätten aktiv mitwirken. Projekte wie diese schaffen neue Erfahrungen, stärken soziale Kontakte und ermöglichen Begegnungen auf Augenhöhe. Die Aktion soll zeigen, wie Inklusion außerhalb des gewohnten Umfeldes gelingt. Die Mainfränkischen Werkstätten begleiten Menschen mit Behinderung auf ihrem Weg zu größtmöglicher Teilhabe am Arbeitsleben und in der Gesellschaft.
Ein Projekt mit Zukunft: Der Streichelzoo im Tierpark Sommerhausen
Im Rahmen der Veranstaltung wird auch über ein herzerwärmendes Zukunftsprojekt der Mainfränkischen Werkstätten informiert: den geplanten „Streichelzoo“ im Tierpark Sommerhausen. Im Tierpark soll ein pädagogisch und sozial ausgerichteter, inklusiver Begegnungsraum entstehen, bei dem die artgerechte Tierhaltung im Fokus steht – inklusive geschützter Rückzugsorte, an denen die Zwergziegen jederzeit in Ruhe Kraft tanken können.
Für die Umsetzung ist das gemeinnützige Projekt dringend auf Unterstützung angewiesen. Neben finanziellen Spenden für den Stallbau freut sich die Einrichtung über Materialspenden sowie „Zeitspenden“ in Form von ehrenamtlicher, tatkräftiger Mithilfe.
- Projekt-Details: Tierpark Sommerhausen – Projekt Streichelzoo
- Spendenkonto: Sparkasse Mainfranken Würzburg | Empfänger: Mainfränkische Werkstätten GmbH
- IBAN: DE91 7905 0000 0042 0341 32 | BIC: BYLADEM1SWU
- Verwendungszweck: „Streichelzoo Tierpark Sommerhausen“
Ablauf – Wann und wo wird geerntet?
Die Bevölkerung ist herzlich eingeladen, am Montag, 31. August ab 10:30 Uhr in Oberschwarzach (PLZ 97516) mitzuwirken.
Anfahrt: Zwischen Oberschwarzach und Handthal führt eine asphaltierte Straße hoch zur Kapelle der 14 Nothelfer. Besucher entdecken den Winzer und die Erntegruppe kurz nach der Abfahrt an den Weinbergen.
Besucher können an diesem Termin nach Anweisung durch Harald Wörner ernten und sich vor Ort informieren. Ein besonderer Höhepunkt wird die gemeinsame Verarbeitung der Trauben direkt am Weinberg sein: Die Beeren werden von den Stielen gelöst und traditionell gepresst – der frisch gewonnene Saft kann direkt probiert und in kleine, mitgebrachte Behälter abgefüllt werden.
Die goldene Pflück-Regel:
Mitzubringen sind ein eigener Eimer und eine Ernteschere. Für jeden geernteten Eimer Trauben für den Eigenverzehr wird die doppelte Menge für die Natur geerntet und im Weinberg verteilt.
Weitere Termine zur Traubenernte & Zertifikate:
Unter www.Cosmowein.Shop/Ratgeber veröffentlicht Winzer Harald Wörner weitere Termine für historische Silvaner-Rebstöcke (gepflanzt 1960) und Kerner-Trauben. Wer an den Hauptterminen keine Zeit hat, kann jederzeit beim Winzer anfragen und sich im Schloss-Weingut ein persönliches Zertifikat abholen, das die Ernte für den Eigenbedarf und die Natur an anderen Tagen erlaubt.
Kontakt für Medien & Besucher:
Harald Wörner | Wörners Schloss Weingut & Hotel / Restaurant
Neuses am Sand 21 – 97357 Prichsenstadt
Telefon: 09383 / 7179 | E-Mail: info@woerners-schloss.de
www.Cosmowein.Shop www.woerners-schloss.de




